Trocknen von Holz in Petrolatum

Trocknen von Holz in Petrolatum

 In holzverarbeitenden Betrieben der Bauindustrie wird die Schnittholztrocknung auch in Vaseline eingesetzt. Petrolatum ist ein Abfall, der bei der Verarbeitung von Erdölen zur Schmierung anfällt.

Es ist eine Mischung aus Paraffin, Ceresin und gereinigten viskosen Ölen. Bei einer Temperatur von 20Vaseline hat eine strohgelbe Farbe. Sein spezifisches Gewicht beträgt etwa 0.9, Schmelzpunkt 250o, Aushärtetemperatur 50o. Der Verbrauch an Petrolatum zum Trocknen von 1 m Nadelholz liegt zwischen 20 und 25 kg. Der Preis für eine solche Trocknung ist niedriger als der Preis für die Trocknung in Trockenkammern.

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Abbildung 1: Vorrichtung zum Trocknen von Holz in Vaseline: 1 - Decoville-Schiene; 2 - Behälter; 3 - Kranschiene; 4 - Kran; 5 - Belüftung entlang des gesamten Gebäudes; 8 - Heizregister; 9 - Schlackenbeton; 10 - Lehmisolierung

Der Aufbau von Petroleumtrocknern (Bild 1) ist sehr einfach. Es besteht aus einem Stahlbehälter, der in eine Betongrube eingebettet und zur Wärmedämmung mit Schlackenwolle ausgekleidet ist. Am Boden des Tanks befinden sich Rohre zum Erhitzen von Petrolatum, in die Dampf oder Abgase eintreten. Das Schnittholz wird in spezielle Container gelegt, die mit einer elektrischen Walze in einen Tank mit erhitzter Petrolatum abgesenkt werden.

Die Trocknungsdauer hängt von der Temperatur ab, die bei dünnen Weichholzmaterialien 140 erreichen kanno und für dicke Menschen maximal 110o. Nach den Daten trocknet 25 mm dickes Schnittholz von 45% Feuchtigkeit bis 15% Feuchtigkeit in 3 Stunden und 40-45 mm dick - in 8 Stunden. Die 100 x 100 mm großen Schnitte werden in 22–24 Stunden getrocknet, was etwa 15–20 Mal schneller ist als das Trocknen in Dampfkammern.

Nach dem Trocknen sollte das Material zwei bis drei Tage in einem Kühlraum oder Lager gelagert werden, danach kann es maschinell verarbeitet werden.

Die Trocknungsqualität von Nadelholz und grobporigem Holz ist vollkommen zufriedenstellend. Eichenholz und Holz von Nadelholzarten mit großen Querschnitten ergibt beim Trocknen in Petrolatum eine beträchtliche Menge an Abfall aufgrund der Bildung von inneren Rissen. Petrolatum dringt bis zu einer Tiefe von 2 mm in das trocknende Holz ein; damit wird das holz zwar antiseptisch gemacht, aber die dabei entstehende petrolatumrinde erschwert die maschinelle bearbeitung des holzes. Außerdem ist auf dem getrockneten Schnittholz eine ungleichmäßige Feuchtigkeitsverteilung zu beobachten, die je nach Holzart zwischen 6 und 14 % variiert.

 

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